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Glänzende Regie

ERICH-KRESS-WANDERPOKAL Briest-Kampf begeistert die Box-Fans

kau. Die Regie bei der 13. Veranstaltung der TG Worms um den Erich-Kress-Wanderpokal hätte nicht besser sein können. Im zweiten Teil des 20 Kämpfe umfassenden Boxabends in der Jahnturnhalle steigerten sich Darbietungen und Spannung von Partie zu Partie. Höhe- und Schlusspunkt: Das Duell der Männer-Weltergewichtler Konstantin Briest (TG Worms) mit Hocine Rezine (TV Alzey).

Einstimmiger Punktsieger nach drei von 200 Zuschauern lautstark kommentierten und mit starkem Beifall bedachten Runden, die an Aktion manche Profi-Darbietung in den Schatten stellten, war Südwest-Meister Briest. Seine ausgewogene Technik, aber auch sein kämpferisches Geschick mit einer teils wie gestochen kommenden Führhand gegen den schwierig zu boxenden, meist schwungvoll attackierenden Rechtsausleger Rezine machten den Kampf zu einem der sehenswertesten des Jahres in Südwest-Boxringen.

Ebenfalls ausgezeichnete kämpferische Momente boten die Männer-Mittelgewichtspartie Marcel Wein (TV Alzey) - Denis Heier (BC Pirmasens) und das Jugend-Duell der Weltergewichtler Fabian Beutel (TG Worms) - Robert Pfaff (TG Darmstadt). Als der hart schlagende und trotzdem mit recht elegant wirkender Technik aufwartende Südwest-Meister Wein seinen Kontrahenten in der zweiten Runde hintereinander zweimal schwer getroffen hatte, schritt Ringrichter Reiner Gies ein und brach die Sache ab.

Als gerechter hätten es wohl die meisten Zuschauer empfunden, wäre bei der Partie Beutels mit Pfaff ein Remis herausgekommen. Die Jury entschied indes nach einer abwechslungsreichen Partie mit 1:2 gegen den Wormser, dem der am Schluss zuerkannte Pokal "Bester Verlierer" nur ein schwacher Trost war.

Sieben Kämpfer hatte der Veranstalter nach dem bei so genannten Einladungsturnieren stets langwierigem Abwägen, wer zu wem passt, in den Ring bringen können. Mit Briest verließen noch zwei Wormser das Seilgeviert als Sieger (Markus Schwarzkopf, Schüler, Papiergewicht; Halilcan Bicer, Kadetten, Halbfliegen), während Abdullah Bagci (Kadetten, Papier) ein Unentschieden schaffte.

Das reichte, um dem Ausrichter erneut zu dem nach dem verstorbenen Wormser Boxpionier Erich Kress benannten Pokal zu verhelfen. Kress´ Söhne Jürgen und Rainer haben mittlerweile die fünfte nach ihrem Vater benannte Trophäe gestiftet, bleibt doch der Pokal nach dreimaligem Gewinn im Besitz des erfolgreichsten Vereins. Das war bisher dreimal die TG Worms selbst, einmal ging die Trophäe nach Wuppertal.